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Grüne Gentechnik – Chance oder (Gesundheits-) Risiko?

Brauchen wir gentechnisch veränderte Pflanzen? Sind sie eine Chance oder bergen sie Risiken? Die Diskussion darüber erhitzt die Gemüter. Befürworter der Grünen Gentechnik rühmen sie als Waffe gegen den Hunger und Mittel zu einer effizienteren Nahrungsmittelproduktion. Gegner kontern mit nicht abschätzbaren Gesundheits- und Umweltgefahren.

Bild: © John Wilkes Studio/Corbis
© John Wilkes Studio/Corbis

Gentechnisch veränderte Pflanzensorten (GVP) werden weltweit seit Mitte der 1990er Jahre angebaut, vorwiegend in den USA, Brasilien, Argentinien, Indien und Kanada. Auf den Feldern wachsen vor allem Soja, Mais, Baumwolle und Raps. Viele dienen als Futtermittel.

Welche Vorteile hat die Grüne Gentechnik? Was sind die Risiken? Hier Argumente der Befürworter und Gegner:

 

Argumente für Grüne Gentechnik

  • Sie kann helfen, die Welternährung zu sichern, indem sie die landwirtschaftlichen Erträge mithilfe gentechnisch optimierter Pflanzen steigert.
  • Landwirte können weniger Pestizide einsetzen, da gentechnisch veränderte Pflanzen widerstandsfähiger gegen Insekten oder Pilze sind.
  • Sie kann die Folgen von Mangelernährung lindern. Die gentechnisch veränderte Reissorte „Golden Rice“ beispielsweise hat einen höheren Beta-Carotin-Gehalt als herkömmliche Reissorten. Dadurch lässt sich der vor allem in armen Ländern weit verbreitete Vitamin-A-Mangel bekämpfen. 
  • Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Langzeituntersuchungen die einen Schaden auf Mensch und Tier beweisen konnten.
  • Gentechnisch veränderte Pflanzen verbreiten sich nicht unkontrolliert, weil Landwirte, die gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen, bestimmte Abstände zu konventionell bewirtschafteten Feldern wahren müssen.
  • Mit ihrer Hilfe lassen sich Probleme des Klimawandels lösen. Mit Gentechnik können schneller und besser neue Sorten entwickelt werden, die etwa gegen Überschwemmung, Dürre oder Versalzung widerstandsfähig sind.

 Argumente gegen Grüne Gentechnik

  • Gentechnisch veränderte Pflanzen können den Hunger auf der Welt nicht mindern. Sie sind auf die industrialisierte Landwirtschaft in den reichen Ländern zugeschnitten und ungeeignet für Kleinbauern in armen Ländern.
  • Ob die Grüne Gentechnik landwirtschaftliche Erträge steigert, ist bisher nicht nachgewiesen. Es gibt Beispiele für Ertragssteigerungen, ebenso welche für Ertragseinbußen. 
  • Sie verringert den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft nicht. Werden Schädlinge dauerhaft mit gentechnisch in die Pflanzen eingeschleusten Giften konfrontiert, können sie Resistenzen dagegen ausbilden. Statt mit weniger Spritzmitteln müssen die Schädlinge dann mit anderen oder zusätzlichen Pestiziden bekämpft werden. 
  • Wird ein Breitband-Unkrautvertilger eingesetzt, können Wildpflanzen ausgerottet werden.
  • Werden gentechnisch veränderte Pflanzen auf Feldern ausgesetzt, lässt sich deren Verbreitung nicht mehr kontrollieren. Ihre Pollen fliegen über Grenzen hinweg und werden auch von Bienen kilometerweit getragen. Folge: Gentechnik-Pflanzen können sich mit Wild- oder herkömmlichen Pflanzen kreuzen. Abstandsregelungen verhindern das nicht.
  • In genmanipulierten Lebensmitteln können Eiweiße, die Allergien auslösen oder neue Giftstoffe entstehen. Da das allergene Potenzial von neu eingeführten Proteinen nicht abschätzbar ist, sind allergische Reaktionen möglich. Langzeitstudien zu Risiken von Gen-Food gibt es nicht.

So vermeiden Sie Gen-Produkte
Gentechnik steckt − direkt oder indirekt − bereits in vielen Lebensmitteln. Folgende Tipps helfen Ihnen, beim Einkauf die umstrittene Gentechnik zu vermeiden.

  • Bio ist immer eine gute Wahl. Denn bei Bio-Lebensmitteln ist der bewusste Einsatz von Gentechnik tabu.
  • Verzichten Sie auf Import-Ware! So werden beispielsweise viele Produkte aus den USA aus genverändertem Mais, Soja oder Zucker hergestellt. Es lohnt sich, die Zutatenliste zu studieren!
  • Da man im Einzelfall nicht wissen kann, ob ein nichtkennzeichnungspflichtiger Zusatzstoff mit Gentechnik produziert wurde, empfiehlt es sich, so wenig Lebensmittel mit Zusatzstoffen wie möglich zu kaufen.
  • Vorsicht Gesetzeslücke! Produkte von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden, müssen nicht gekennzeichnet werden. Orientierung bietet das Siegel „Ohne Gentechnik“. Damit können Hersteller ihre tierischen Produkte ausloben, wenn sie auf Gen-Pflanzen in der Tierfütterung verzichten. 
  • Kaufen Sie regionale Produkte, am besten direkt auf einem Bio-Hof oder von einem regionalen Familienbetrieb. Dort können Sie auch direkt erfragen, ob Gentechnik eingesetzt wird.
  • Nutzen Sie Einkaufsführer für genfreie Produkte, beispielsweise den Einkaufsratgeber „Essen ohne Gentechnik“ der Umweltschutzorganisation Greenpeace (www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft-gentechnik/gentechnik-lebensmitteln/ratgeber-essen-ohne-gentechnik).

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